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11. August 2017

Ergül Cengiz

Somnambulistan

Vernissage: Freitag, 11. August, 20 Uhr im Komödienhaus

 Die Künstlerin ist anwesend.

 

In der diesjährigen Sommerausstellung des Kunstvereins zeigt die in München lebende und arbeitende Künstlerin Ergül Cengiz  vom 12. August bis zum 17. September im Komödienhaus ihre großformatigen ornamentalen Scherenschnitte.

 

Ergül Cengiz wurde 1975 im bayerischen Moosburg a.d. Isar geboren und studierte nach dem Abitur in Istanbul Textildesign, anschließend Malerei an der Akademie in München und der Hochschule in Hamburg.

 

Ihre Arbeiten sind geprägt von einer formalen Auseinandersetzung mit der islamisch ornamentalen Kunst in Verbindung von figurativen Darstellungen westlicher Tradition. Sie positioniert sich damit bewusst zwischen der Kunsttradition des Westens und der islamischen Welt. Ihre Arbeit mit dem Cutter lässt Bildwerke entstehen, die vor allem im Dialog mit dem umgebenden Raum ihre Wirkung entfalten. Cengiz´ Scherenschnitte, mit einer unendlichen Vielfalt von Reihungen, Formen und Strukturen, hängen an der Wand oder frei im Raum, schaffen Durchblicke, werfen Schatten und wirken dadurch raumbildend. Sie löst aber auch gelegentlich die Einheit des Ornaments auf, indem sie bewusst Störungen in die feinen und scheinbar perfekten Strukturen integriert, Linien oder Verbindungsstege einfach weglässt.

 

Somnambulismus bedeutet Schlafwandeln aber auch Mondsüchtigkeit. Demnach ist Somnambulistan das Land der Schlafwandler und Mondsüchtigen. Spekulativ ist Somnambulistan an der Grenze eines noch nicht ausreichend erwachten Bewusstseins zwischen islamischer und christlicher Welt gelegen.

 

 Die Ausstellung ist geöffnet von Mi. bis Fr. 14 – 17 Uhr, Sa. So. 11 – 17 Uhr

 Am Kulturparcours am 15. September von 19 - 22 Uhr geöffnet.